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zu Danzig, Elbing, Königsberg, Stolpe und Nürnberg, und auf den berühmten Messen zu Leipzig werdet Ihr, geliebte Leser, fast immer Buden finden, welche mit Bernsteinwaaren reich versehen find. Die kleinern und unreinen Bernsteinstücke wirft man auch nicht unbenutzt weg. Man gewinnt daraus Firniß, Bernsteinsälire, Räuckerpulver ; auch weiß sie der Apotheker zu medicinischen Zwecken zu verwenden. Ferner bereitet man daraus Bernsteinsalz, Bernsteinöl und Bernstein- spirituö. So ist also dieses Produkt nicht nur eine Zierde für den Menschen, sondern auch in mehr als einer Beziehung nützlich.

Der Chemiker, welcher den Bernstein wissenschaftlich auflöset, findet dieses Produkt zusammengesetzt aus:

1) Harz;

2) Bernsteinsäure;

3 ) Bestandtheilen des Pflanzenreiches, nämlich aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Daraus geht hervor, daß dieser Stoff ursprünglich aus dem Pflanzenreiche hervorgegangen ist. Noch mehr wird diese Annahme dadurch bestätigt, daß man öfters größere und kleinere Pflanzenreste und sehr viele Infekten in dem Bernstein findet.

Die Härte des Bernsteins ist nicht bedeutend; er ist eben so hart wie daS Steinsalz oder der Gvps, hat also den zweiten Härtegrad. AuS eben diesem Grunde läßt er sich gut drechseln, schleifen, bohren und poliren, und zwar noch leichter, als der edle Serpcntinftein. Auch ist er nur so schwer wie das reine Wasser: das speeifische Gewicht des Bernsteins ist also I oder 1,->.

Reibt man ein Stück Bernstein leicht aber schnell mit einem trocknen, wollenen Lappen und nähert es dann einigen kleinen Stück chen Papier, Stroh oder andern leichten Körpern, so werden sie zu­erst von dem geriebenen Körper angezogen, nach einer kleinen Weile wieder abgestoßen. Nähert man den geriebenen Bernstein dem Gesichte,