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teeren zwischen beiden Netzen recht voll hing, dann zog der Alte, heim lick lachend, zu.
Die ganze gefangene Gesellschaft duckte sich; die Armen fühlten, sie waren in eines mächtigen Feindes Gewalt. Einer nach dem an dern wurde nun herausgenommen und in die Bauer gesetzt; da war kein Erbarmen; nur ein einziges Mal konnte ich den Alten dazu bringen, daß er einen der jüngsten und schwächlichsten Gefangeneil davon ließ. Und den mußte er mir auf die Hand setzen; vorsichtig legte ich die andere Hand auf sein weiches Federröckchen, schalt ihn erst für seine Dummheit, mit der er ins Netz geflogen war, etwas derb aus; dann aber gab ich ihm liebväterliche Ermahnungen für seine Zukunft und ich glaube, er hat sie verstanden. Wenigstens guckte er mich bei den Worten: „Namentlich hüte dich vor den rothen Beeren und Sonnenrosen, die in Menge zwischen den Bindfäden hängen!" — so verdutzt und doch so ehrlich und zutraulich an, daß es mir gar vorkam, als hätte ich ihn bis zu Thränen gerührt.
Dann aber hob ich die Hand hoch und sagte: „Matz, flieg zu und denke an deinen Befreier!" — Hui! da flog er dahin und piepte in den nächsten Gipfeln vor lauter Freiheitslust und nur der alte, abgestumpfte Vogelsteller konnte micb glauben machen wollen, daß mich der Vogel mit diesem Gezwitscher noch auslache.
Dem sei, wie ihm wolle, aber kurz — ich konnte den alten, ein silbigen Griesgram seit der Zeit nicht mehr leiden, so gern ich auch seine Vöglein gesehen hätte; ja oft hatte ich mir schon einen schönen, gesprenkelten Vogel oder ein Rothbrüstel gewünscht; nur hatte da ein mal Mutter gesagt, um solche arme Thierchen, die sich draußen besser befänden, in ei» Gefängniß zu stecken, bekäme ich kein Taschengeld. Also blieb es immer beim Wunsche und nur um so eifriger behorchte ich dafür die Spechte, wenn sie droben am Aste klopften, ob Etwas für sie zu schnabeliren da wäre, nur um so stiller horchte ick den Fra-

