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es ist wahrlich nichts Geringes. Der Gott Deiner Vater segne Dich mit Allem, was Dir und Deiner Frau nöthig ist!"
Dem Wilhelm standen die Thränen in den Augen. Er rcicfotc ^atcr und Mutter die Hand, versprach ihnen alle Treue und ging zu Bette. Und nachdem der alte Stilling sein Abendlied gesungen, die Thüre mit dem hölzernen Wirbel zugeklemmt, Margarethe aber nach den Kühen gesehen hatte, ob sie alle lägen und wiederkäueten, so gingen sie auch schlafen.
Wilhelm kam auf seine Kammer, an deren Fenster nur ein Laden war, der aber eben so genau nicht schloß, daß nicht so viel Tag hätte durchschimmern sönnen, um zu wissen, ob man aufstehen müsse. Dieses Fenster war noch offen, daher trat er an dasselbe, co sab gerade gegen den Wald hin. Alles war in tiefer Stille, nur die Nachtigallen sangen wcchselsweise auf das Allerlieblichste. Dieser Gesang war Wilhelm schon oft eine Aufforderung zum Gebete gewesen. Er betete: „O Gott! dir dank' ich, daß du mir solche gute Eltern gegeben hast. Laß sie Freude an mir erleben und mich ihnen nickt zur Last sein. Dir dank' ick auch dafür, daß du mir eine tugendhafte Frau giebjt. O segne mich!" — Thränen und Empfindungen hemmten ihm die Sprache, und da redete sein Herz unaussprechliche Worte, welche nur die Seelen kennen, die sich in ihrer Frömmigkeit vor Gott demüthigen.
Nie hat Jemand sanfter geschlafen, als Wilhelm. Sein inniges Vergnügen weckte ihn des Morgens früher als sonst. Er stand auf, ging hinaus in den duftenden Wald und erneuerte dort alle die l,eiligen Vorsätze, die er je in seine», Leben gefaßt hatte. Um sieben Uhr ging er wieder nach Hanse, aß mit seinen Eltern und Schwestern süße Milchsuppe und ein Butterbrot, und nachdem die Mutter mit den Töchtern sich berathschlagt, wer von ihnen zu Hause bleiben und wer in die Kirche gehen sollte, so zog man sich an. In einer

