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Schulbüchern und einem Butterbrote für den Mittag noch sonst ein hübsches Buch und eine Hirtenflöte befanden. Sobald er gefrühstückt hatte, machte er sich auf den Weg und wenn er hinaus vor das Dorf kam, nahm er sein Buch heraus und las während des Gehens, oder er trillerte auch alte Melodiken auf seiner Flöte. Das Latein lernen wurde ihm gar nicht schwer und er behielt dabei noch Zeit genug, ein anderes Buch zu lesen. Im Sommer ging er alle Abende nach Hause, im Winter aber kam er nur des Sonnabends Abends und ging des Montags früh wieder fort. So ging es vier Jahre binkurck, doch blieb er den letzten Sommer viel zu Hause und half seinem Vater am Schneiderhandwcrke oder er fertigte Knöpfe.

Der Weg nach Florcnburg und die Schule bereiteten unserm Stilling manche vergnügte Stunde. Der Schulmeister war sanft unk mild und in allen Stücken ein sehr vernünftiger Mann, der die Liebe seiner Schüler besaß. Des Mittags nach dem Essen sammelte Heinrich einen Haufen Kinder um sich her, ging.mit ihnen hinaus aufs Feld oder an einen Bach ilird erzählte ihnen allerhand schöne Geschichten, und wenn er selbst keine mehr wußte, so mußten Andere erzählen. Einstmals waren auch etliche von ihnen auf einer Wiese beisammen. Da trat ein anderer Knabe hinzu uilv sagte:Hört! ich will Euch etwas erzählen. Neben uirs wohnt doch der alte Frühling, Ihr wißt, wie er daher geht und an seinem Stocke zittert; er hat keine Zähne mehr, auch hört und sieht er nicht mehr viel. Wenn er nun so am Tische saß und zitterte, so verschüttete er immer etwas von der Speise, auch floß ihm zuweilen wieder etwas aus dem Munde. Darüber ekelten sich nun sein Sohn und dessen Frau und deswegen mußte der alte Großvater endlich ganz allein hinter dem Ofen essen, sie gaben ihm etwas in ein irdenes Schüssclchen und noch dazu nicht einmal satt; ich selbst habe ihn so essen sehen, er sah so betrübt nach dem Tische und die Augen waren ihm naß