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doch näher als das Weinen. Heinrich lachte allerdings nickt mit, sondern vor Schreck stand er da wie eine Bildsäule und ward blast wie die Wand, ihm war das Weinen näher als das Lachen; alle seine Zuhörer aber stellten sick an die Wand und falteten die Hände. Heinrich sah den Pastor furchtsam an, ob er vielleicht den Rohrstock aufheben möchte, um ihn zu schlagen; denn das war so seine Gewohnheit, wenn er die Kinder auf unrechte Weise spielen sah. Doch er that es jetzt nicht, sondern sagte nur: „Geh' gleich herunter, stell' dick dahin und wirf den närrischen Anzug vonDir!"Heinrick gehorchte und Stollbein fuhr fort:
„Ich glaube gar, Du hast den Pastor im Kopse?"
„Ich habe kein Geld zum Studiren," entgegnete Heinrich, „kann daher auch kein Prediger werden."
„Du sollst auch kein Pastor, sondern ein Sckulmeistcr werden!"
„Das will ich wol gern, Herr Pastor! Aber wenn nun unser Herr Gott haben wollte, dast ich ein Geistlicher oder sonst ein gelehrter Mann werden sollte, müßte ich denn dann sagen: Nein, lieber Gott! ich will Schulmeister bleiben, denn der Herr Pastor Stollbein will's so haben?"
„Sei stille!" befahl der Pastor, und nun eraminirte er die Kinder alle, wie er denn überhaupt in der Kunst zu eraminiren eine sehr große Fertigkeit erlangt hatte.
Bei nächster Gelegenheit suchte Herr Stollbein Heinrichs Vater zu berede», er möge dock seinen Sohn studiren lassen, er versprach ihm sogar, bei der Ausführung dieses Planes auf alle mögliche Weise dehüflich sein zu wollen, allein dieser Berg war denn dock zu hock, er ließ sich daher nicht so leicht ersteigen.
Heinrich kämpfte indessen in seiner mißlichen Lage rechtschaffen mit sich selbst, seine Neigung zum Schulchalten war unaussprechlich

