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Elisabeth gab auch ihr Wort dazu; sie war aber dafür, daß es besser sei, wenn sich Heinrich etwas in der Welt umsähe, und meinte : ' wenn sie zu befehlen hätte, so müßte er ziehen. Wilhelm endlich beschloß die Unterredung damit, daß er sagte: wenn Heinrich Lust zu gehen hätte, so wäre er es zufrieden. — „Ja wohl bin ich's zu frieden;" fiel Heinrich ein, „ich wollte, daß ich schon in Dorlingcn wäre!" - Margarethe und Maricchcn wurden darüber sehr traurig und schwiegen still. Der Brief von Stcifmann wurde nun von Wilhelm beantwortet und in dieser Antwort Alles bewilligt.
Dorlingcn liegt neun Stunden von Ticfenbach und vielleicht war seit hundert Jahren Niemand aus der Stillingschen Familie so weit fortgewandert und lange Zeit vom Hcimathsorte entfernt gewesen. Einige Tage vor Heinrichs Abreise trauerten sie Alle, nur er selbst war innig froh. Wilhelm verbarg seinen Kummer, so viel er konnte. Margarethe und Maricchcn waren am meisten betrübt und klagten laut.
Der letzte Morgen kam. Wilhelm schien zwar gefaßt, allein der Abschied von seinem Sohne machte ihn doch weich. Heinrich vergoß auch viele Thränen, aber er trocknete sie, ergriff seinen Man- dcrstab und — trat seine Reise an. In Lichthausen kehrte er noch bei seinem Oheim Johann Stilling ein, welcher ihm viele gute Lehren mit auf den Weg gab. Nun kamen die Fuhrleute, die ihn mitnehmen sollten, und Heinrich reiste freudig in ihrer Begleitung fort.
Die Gegenden, welche er in dieser Jahreszeit zu durchwandern hatte, sahen recht öde und traurig aus. Sie machten daher keinen freundlichen Eindruck auf ihn. „Wenn Dorlingcn in einer solchen Gegend liegt," dachte er „so wird mir's dort nicht sehr gefallen." — Die Fuhrleute, in deren Gesellschaft er sich befand, waren aus Dorlingcn; er merkte oft, wie sie zusammen hinter ihm her gingen und über ihn spotteten; — weil er nämlich nicht mit ihnen sprach und überhaupt

