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inbrünstig zu dem, der die Bügel nährt und die Lilien kleidet. Getröstet ging er weiter über den Steg hinüber, und siehe, als er den Blick wendete und nach dem nahen Wäldchen hinter der Mühle schaute, da schimmerte es hell, wie Waffenglanz, durch das grüne Gebüsch, und mit munteren Schritten kam ein Kriegsmann einher, wohlgemuth und heiter, dem sah der gute Martin in's Antlitz, und wie ein Blitzstrahl, der durch die schwarze Gewitternacht leuchtet, zuckte die Freude durch sein Herz; denn er sah seinen Heinrich.

Gleich, als strömte Jugendkraft durch alle seine Adern, so sprang er auf, rief einmal über das andere:Ach, mein Heinrich, mein liebes Kind!" Da erblickte der Jüngling den Greis, und in sprachloser Freude ruhete er an der treuen Vaterbrust. %lad) der ersten Wonne des Wieder­sehens und innigsten Dankgefühls gegen Gott fragte der gute Sohn den Vater, was ihn denn hierher in das Wiesenthal geführt. Da erzählte Martin von der gegenwärtigen Noth, und wie er seine Bibel habe verkaufen wollen. Die Bibel lag auf dem Rasen; freudig hob der Sohn sie auf, reichte sie dem Greise und sagte:O, wie ^anke ich Gott, daß er mir Gelegenheit gegeben hat, von meinem Solde ein Weniges zu ersparen; nun kann ich doch die guten Eltern vorerst erquicken, und dann wird mein rüstiger Arm schon weiter helfen. So kommt denn, Vater, daß ich auch die liebe Mutter begrüße! Ach, wie mag Gram und Sorge sie betrübt haben!"

Also gingen Vater und Sohn dem Dorfe zu; aber die Knaben, die vor demselben spielten, erkannten Heinrich und liefen eilig voraus und verkündeten der trauernden Mutter die glückliche Botschaft. Zitternd kam sie aus der Hütte, zitternd vor Freude und lächelnd und weinend schloß sie den Sohn in ihre Arme, und alle Dorfbewohner freuten sich des heimkehrenden Heinrich. Aber in der Hütte des armen Webers war Freude, und am Abende des glücklichen Tages nahm der alte Vater Martin seine liebe große Bibel, reichte sie dem Sohne und sprach: Dies Buch, mein Kind, laß nicht von deiner Seite kommen! Es wird dir Freude und Segen in dein Haus, über dich und die Deinigen bringen."