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Gold und Waaren im Hafen. Die Auktion ist aus! Fort jetzt, ihr Alle, morgen kommt auf's Rathhaus; da soll Alles sammt den Interessen be­zahlt werden. Denn wissen sollt ihr: Unser Herrgott lebt noch, und das Haus Hermann Gruit van Steen steht noch und nun erst seid freudig gegrüßt in der Heimath, mein Herr Hermann und Frau Elisabeth von eurem alten Jansen!

Ps. 37, 5. Befiehl du dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn;/ er wird's wohl machen.

21. Der arme IBanöersmaim unh der reiche Wirth.

(Ein Märchen.)

In einem Flecken ich weiß nicht mehr wo lag am Wege ein großes und schönes Wirthshaus, und in dem Hause war ein dicker bauS- backiger Wirth. Stand er Sonntags in seinem grünen Rocke, in seiner gelben Weste mit den goldnen Knöpfen und der neuen blauen Tuchhose an der Thüre, und hatte er noch obendrein die schneeweiße Baumwollen- mütze, die links umgebogen war und deren dicke Troddel hinter dem linken Ohre baumelte, auf dem Kopfe, so sah er eben aus, als ob er sagen wollte:Seht, ich bin der reiche Wirth zum weißen Schwan, und ihr Anderen seid nur schlechtes Volk gegen mich." Aus seiner mit Silber beschlagenen Meerschaumpfeife blies er dann dicke Rauchwolken in die blaue Lust, und sein stolzes Gesicht glänzte wie seine gewichsten Stiefeln. So hochmüthig er war, so hartherzig war er auch, und wie er nie an die Mütze griff, um andere Leute zu grüßen; so griff er auch nie in die Tasche, um einem Armen Etwas daraus abzureichen. Wenn er um Etwas ange­sprochen wurde, pflegte er zu sagen, wenn er gerade besonders guter Laune war:Gott helf euch! Unser eines braucht das Geld selber, und wirft e§ nicht an Faullenzer weg;" war er aber schlecht gestimmt, und das war meist der Fall, so schickte er sie zum Henker.

Da gescbah es nun eines Abends es war gerade ein häßliches, kaltes und nasses Wetter daß Etwas an dem Fenster der Wirthsstube anpochte, und als der Wirth das Fenster aufriß und fragte:Was giebt's?"