19
Füße hinein zu Pressen, aber sie quälten sich ohne allen Erfolg.
Aschenbrödel lachte, als sie das sah, und da sie ihren Pantoffel auf den ersten Blick wieder erkannte, sagte sie fröhlich:
„Ei, wenn ich doch auch einmal mein Heil versuchen dürfte!" —
Die Stiefschwestern lachten und spotteten über diesen Wunsch, und wollten Aschenbrödel die Probe nicht machen lassen; der Gesandte des Prinzen aber blickte Aschenbrödel aufmerksam an, und da er sah, daß sie sehr schön war, so reichte er ihr den Pantoffel hin und sagte, sie möge thun, was sie wolle.
Da setzte sich Aschenbrödel hin, stellte ihre Füßchen auf den gläsernen Pantoffel, drückte ein wenig, und schau', das Pantöffelchen saß ihr augenblicks wie angegossen. Da erstaunten die beiden Stiefschwestern, und als Aschenbrödel nun vollends auch den andern Pantoffel aus ihrer Tasche zog und ihr Füßchen damit bekleidete, da wußten sie gar nicht, was sie sagen sollten, und wurden vor Neid blaß und gelb im Gesichte. Die Gesandten des Prinzen aber verneigten sich tief vor Aschenbrödel, und als nun deren Pathe, die Fee, erschien, sie mit ihrem Stäbchen berührte und ihre häßlichen Lumpen in die schönsten Gewänder verwandelte, da machten sie große Augen, und meinten, das lieblichste Fräulein auf Erden vor sich zu sehen.
Da nun die Stiefschwestern merkten, daß Aschenbrödel wirklich die fremde Dame vom Balle sei, warfen sie sich ihr zu Füßeu und flehten sie an, ihnen zu vergeben, was sie ihr bisher Böses zugefügt. Aschenbrödel

