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Höre, mein liebes Hänschen, betrübe dich nicht so sehr. Gib mir nur einen Sack und ein Paar Stiefel, damit ich mir die Füße nicht an den Dornensträuchern zersteche, und dann warte ab, was geschieht. Gib Acht, am Ende hast du doch nicht das schlechteste Theil be­kommen."

Als Hänschen den Kater also sprechen hörte, da faßte er wieder frischen Muth, und trocknete sich seine Thränen ab. Er wußte, der Kater war ein erstaunlich pfiffiger Gesell, und verstand sich aus's Ratten- und Mäuse- fangen viel besser, als andere Kater. Also reichte er ihm den gewünschten Sack, ließ ihm ein Paar allerliebste zierliche Stiefel machen, und gab sich nun der Hoffnung hin, in seinem Unglücke doch noch nicht ganz verlassen und hülflos zu sein.

Der Kater zog seine Stiefelchen an, hing sein Säcklcin um den Hals, nahm eine lange Schnur zwi­schen seine Vorderpfoten, und lief dann auf eine Wald­wiese, wo es eine ganze Menge Hasen gab. Hier that er Kleie und allerlei süße Kräuter in seinen Sack, warf ihn auf die Wiese, und erwartete nun im Verborgenen ganz mäuschenstill, daß ein junges Häslein, welches mit den Listen und Ränken in der Welt noch nicht bekannt wäre, in den Sack schlüpfen würde, um von der darin enthaltenen Lockspeise zu naschen. Er brauchte gar nicht lange zu harren. Ein munteres Häschen spazierte ganz arglos in die Falle, und unser Meister Kater machte nur wenig Umstände mit ihm. Er zog die Schnur an, fing den Hasen, und machte ihn ohne Er­barmen todt. Sehr vergnügt über seine Beute, lief er zum Könige in's Schloß, verlangte ihn zu sprechen,