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so ausgezeichneten Platz anweisen lassen, denn es besaß eine gar wundersame und seltene Eigenschaft. Alle Morgen fand man auf seiner Streu eine Menge Goldthaler und Dublonen, welche sorgfältig für den königlichen Schatz gesammelt wurden.
Wie denn aber kein Mensch sich eines ungestörten Glückes erfreuen kann, so bedrohete auch den König ein schweres und bitteres Leid. Seine gute, vortreffliche Gemahlin wurde von einer Krankheit befallen, und die Krankheit war so böse, daß alle Aerzte im ganzen Königreiche keine Hülfe dafür wußten. Tiefe und schmerzliche Trauer bemächtigte sich des ganzen Landes; der betrübte König ließ in den Kirchen und Kapellen für die Gesundheit seiner Gemahlin bete», aber leider wurden alle die innigen Gebete nicht erhört. Der liebe Gott hatte einmal beschlossen, die Königin in sein himmlisches Reich aufzunehmen.
Als nun die Königin ihr letztes Stündlein herannahen fühlte, sagte sie zu ihrem Gemahle, der trostlos an ihrem Lager kniete:
„Mein theurer Gatte, das Wohl Eures Landes erheischt, daß Ihr eine andere Gemahlin erwählt, wenn ich von dieser Welt abgeschieden bin. So bitte ich Euch denn demüthigst, Euch wieder zu vermählen, aber erst dann, wenn ihr eine Prinzessin gefunden habt, die besser und schöner ist, als ich. Wollet Ihr diesen meinen letzten Wunsch erfüllen, mein theurer Herr und Gemahl?"
Schluchzend gab der König dieses Versprechen, und die Königin starb bald darauf.
Der arme König konnte sich lange nicht über diesen

