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und im ganzen weiten Schlöffe war in einem Nu Alles so todtenstill geworden, daß man nicht das leiseste Geräusch mehr vernahm.

Als dies geschehen war, und der König und die Königin noch einmal ihr schönes schlummerndes Kind ge­küßt hatten, verließen sie das Schloß, um zum Schutze für die Prinzessin den ganzen Palast mit einem hohen Walle umgeben zu lassen. Die Fee aber, indem sie ihnen sagte, daß solches eine vergebliche Mühe sein würde, winkte mit ihrem Zauberstäbchen, und vor den sichtlichen Augen des Königspaares wuchs rings um das Schloß her eine so dichte Hecke von hohen Bäumen, von Dornen und Brombecrsträuchen, daß kein lebendiges Wesen im Stande war, sie zu durchbrechen. Und so hoch war die Hecke, daß von dem ganzen Palast Nichts darüber hervor­ragte, als ein Thurm, den man auf eine weite Entfer­

nung hinaus erblicken konnte. Auf diese Weise war die Prinzessin so sicher verwahrt, daß man von keinem neu­gierigen Menschen oder Thiere Etwas für sie zu befürchten brauchte.

Tag auf Tag verging, und Woche auf Woche, und Jahr auf Jahr, bis endlich die hundert Schlummerjahre

sich ihrem Ende näherten. Da geschah es eines Tages,

daß der Sohn eines benachbarten Königs jagen ging, sich im Walde verirrte und endlich in die Nähe des bezauber- tcn Schlosses gelangte, dessen hohen Thurm er aus dem Gestrüpp und Dickicht hervorragen sah. Neugierig fragte er, was dieß zu bedeuten habe, und hörte dann nun von Einigen, es lüge da ein altes Schloß, in welchem Geister und Gespenster umgingen. Andere sagten, die Hexen feierten dort ihre Feste, und noch Andere, es wohne ein