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In dieser Beziehung kann ich nichts für sie thun, hohe Frau, erwiederte die Fee; aber vermöge meiner Macht kann ich ihr noch die Gabe ertheilen, daß sie der Person, die sie am meisten liebt, ihre Schönheit mittheilen kann."

So wie die beiden Prinzessinnen größer wurden, so nahmen auch ihre Vorzüge zu, und überall sprach man von der Schönheit der Aelteren und von den: großen Verstand der Jüngeren.

Ebenso nahmen mit den Jahren ihre Fehler zu. Die Jüngere wurde jeden Tag häßlicher ititb die Aeltere mit jedem Tage dum­mer; sie wußte auf keine Frage zu antworten und benahm sich so ungeschickt, daß sie kein Gefäß aufstellen konnte, ohne es zu brechen, und fein gefülltes Glas halten konnte, ohne sich den Inhalt über die Kleider zu schütten.

Obgleich die Schönheit ein großer Vortheil ist, so wurde die Jüngere doch in allen Gesellschaften, ihrer geistreichen Unterhaltung wegen, mehr beachtet und bevorzugt.

Die Aeltere, obwohl sehr dumm, bemerkte es wohl, und sie hätte ohne Bedauern ihre ganze Schönheit hingegeben, um die Hälfte des Geistes ihrer Schwester zu besitzen.

Die Königin, obwohl sehr sanftmüthig, war öfters gezwungen, ihrer Tochter wegen ihrer allzugroßen Dummheit Vorwürfe zu ma­chen, was der Letzteren sehr zu Herzen ging.

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