der Erde gefolgt, Insy^ die innerste Tiefe unseres irdischen Wohnplatzcs hinab und da angekommen, wo die WisselMyaft das Innere unseres Planeten zu ergründen und zu beschreiben wagt.
Für das nächste Jahr bleibt uns übrig, dasIflanzenreich und die verschiedenen Böller Europas irttb der übrigen Erdtheile zu betrachten und abzubilden.
Du siehst, wie Vieles der Menschengeist lernen und wissen kann, wie viel ihm gelungen ist, im Lauf der Jahrhunderte zu erfinden und zu schaffen. Sollte Dich dies nicht anspornen, durch Fleiß und Thätigkeit dahin zu kommen, daß Du an diesen Schätzen Theil nehmen kannst? Die Menschen in den cultivirten Theilen der Erde haben sich durch die Erkenntniß der Wahrheit und durch die beglückende Lehre Jesu nicht allein zu einem höheren Wissen, zu Wissenschaften und Künsten, zu größerem Wohlstand und irdischem Glück empor geschwungen und aus dein thierähn- lichen Zustand der Rohheit wilder Völker erhoben; sie sind auch vollkommener und besser, menschlicher und gottähnlicher geworden. Kenntnisse, Geschicklichkcit und Wohlstand ohne Gottesfurcht und Rechtschaffenhcit haben keinen Werth und sind allein nicht im Stande, den Menschen auf die Dauer glücklich zu machen. Darum soll Dir Dein höherer Beruf, ein frommer, guter Mensch zu werden, vor allen Dingen am Herzen liegen. Ein kenntnißreicher, geschickter, brauchbarer Mensch ist das geringere, ein gottesfürchtiger und tugendhafter Mensch das höchste Ziel auf Erden.
Die Flamnie lodert aufwärts vom Altar, Hinauf, wo tausend Schwesterflammen glühen, Als wolle sie dem schweren Stoff entfliehen, Dem finstern Stoff, wo sie gebunden war.
So sehnet auch der Geist sich immerdar;
Der Gottesfunke will zur Heimath ziehen,
Hoch über Erdenstaub und Erdenmühen,
Wo Mond und Sterne glänzn wunderbar.
Stell' himmelwärts, stell' himmelwärts,
Wie eine Sonnenuhr, Dein Herz!
Da, wo das Herz auf Gott gestellt,
Da geht es mit dem Schlag, da hält Es jede Probe mit der Zeit,
Und hält sich bis in Ewigkeit;
Es geht nicht vor, es geht nicht nach,
Es schlägt nicht stark, es schlägt nicht schwach. Es bleibt sich gleich, geht wohlgemuth,
BiS zu dem letzten Stündlein gut.
Du schufst zu Deinem Ebenbild,
O Gott! des Staubes Sohn;
Hast ihn mit Deinem Geist erfüllt, Er schaut zu Deinem Thron!
Zum Herrscher aus dem Erdenrund, Hast Du ihn selbst gewcih't;
Er lebt mit Geistern in dem Bund, Sein Loos ist Ewigkeit.
Der Wahrheit heil'ge Sternenbahn Soll er hienieden geh'n;
Soll sich schon hier den Engeln nah'n Aus lichten Tugendhöh'n.
Beseele mich, o Gott! mit Muth Auf diesem steilen Pfad,
Ich ringe nach dem höchsten Gut,
Ich fleh' um Deinen Rath!
Auf Erden ist mein Wirkungskreis, Doch rufst Du mich von hier. —
Der Tugend wird der Tugend Preis: Ich bleibe ja bei Dir!

