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die Schmetterlinge leicht einstecken kann. In dem Kasten muß auch ei» Stückchen Schwamm auf einer Stecknadel stecken, auf welches man alle Monat einige Tropfen Lavendelöl bringt. Dadurch werden die kleinen Insekten abgehalten,
welche die Leiber der Schmetterlinge ansfressen. Die Behandlung der Schmetterlinge für Samm lungen läßt sich nicht beschreiben; man muß sich das Alles von einem geschickten Schmetterlingsammler zeigen und sagen lassen.
Zweites Bild.
Der S d) in n C 0 c n s ch ro anz.
Auf einer großen rothblühenden Distel hat sich ein schöner Tagfalter niedergelassen, der gewöhnlich Schwalbenschwanz genannt wird. Dieser Schmetterling ist leicht daran zu erkennen, daß seine Hinterflügel in zwei lange Spitzen auslaufen; die Flügel sind hellgelb; die vorderen haben schwarze Flecken und Striche und einen schwarzen Anßenrand. Die Hinterflügel sind mit einem dunkelfarbigen, runden
Fleck gezeichnet und haben einen blauen Rand. Die Raupe dieses Schmetterlings findet sich auf Fenchel, Kümmel und Gelberübcn-Pflanzen; sie ist anfangs schwarz und mit kurzen, rothen Dörnchen besäet, später wird sie grün mit schwarzen Ringen, in welchen rothbraune Punkte stehen. Der kleine Schmetterling, welcher hier herbei geflogen kommt, ist ein roth und schwarz gefärbter Feuervogel.
Drittes Bild.
Die Lifletse.
Einen schönen, schlanken Rohrbusch, der in der Nähe eines Wassers steht, umfliegen zwei Libellen, auch Wasserjungfern oder Schillebolde genannt. Diese Thierchen, welche oft in den herrlichsten Farben prangen, entstehen aus einer Larve, welche lO bis 11 Monate im Wasser lebt, und sich von kleinen Insekten nährt. Wenn die Libelle auskriecht, so sind die Flügel noch ganz klein und zusammen
gefaltet, erst nach zwei Stunden, wenn dieselben trocken sind, kann das Thier fortfliegen. Die Libellen sind räuberische Thiere, welche andere Insekten im Flug weghaschen und fressen, die größeren unter ihnen tödten sogar Bienen. Nur bei schönem Wetter sind die Libellen munter, bei nasser und kalter Witterung sind sie matt und schläfrig.

