jungen

Vorwort.

Ll tt diesem dritten Bande unseres Orbis pictus sind wir, meine ^jungen Leser, anr Ziele unserer Wanderung angelangt. Ihr seid unterdessen älter und verständiger geworden und könnt das, was man Euch anfangs erzählen mußte, jetzt selber lesen. Andere j unter Euch, welche zwar den ersten Band lesen, aber noch nicht überall verstehen konnten, würden jetzt im Stande sein, den Text der Bilder jüngeren Kindern zu erklären und könnten schon

Manches aus dem reicheren Schatz ihres Wissens hinzufügen, was nicht im Buche steht, oder Anderes umständlicher auseinander setzen, was dort nur kurz angegeben ist. Darum denke ich, daß Du das Buch, wenn es Dir Freude gemacht hat, zuweilen wieder vornimmst und von vorn durchblätterst, wo Dir dann bei jedcni Bild leicht einfallen wird, was Du jedesmal dabei gelernt hast. Nicht nur dieses kommt Dir ins Gedächt­niß zurück, sondern auch manches Andere knüpft sich daran, was Du an jenem Tage in Deinem jungen Leben Angenehmes und Schönes erlebt und erfahren, als Du diese oder jene Bildertafel zum ersten mal betrachtetest, oder als Du sie mit Deinen jungen Freunden bei dieser oder jener Angelegenheit zusammen angesehen, oder als sie Dir von Eltern und Lehrern erklärt wurde. Das Alles fällt Dir ein und noch manches dazu, was Du unterdessen gelernt und woran Dich die Bilder erinnern, denn dieselben sind so eingerichtet, daß sie bei dem fleißigen Betrachter stets eine ganze Reihe von neuen Bildern, Borstellungen und Gedanken erwecken und hervorrufen. Ich hoffe nicht, daß Du es bei dem bloßen Betrachten der Bilder hast beruhen lassen. Du hast auch gefragt, erzählt, erklärt und Dir erklären und erzählen lassen. Dadurch hast Du Dich geübt, recht aufzumerken und Deine Gedanken und Vorstellungen verständlich auszudrücken. Wenn dem so ist, dann wird Dir dieser dritte Band lange Zeit einen reichen Stoff zu ange­nehmer und nützlicher Beschäftigung bieten. Denn hier giebts ungemein viel zu fragen, zu erklären, hinzuzusetzen, worauf im Text nur hingedeutet, wozu durch das Bild nur Anregung gegeben werden konnte. Wenn Du aber durch die früheren Bilder und deren wiederholte Betrachtung etwas Nützliches gelernt und Dir ein verständiges Fragen an­gewöhnt hast, so werden Eltern und Lehrer oder andere unterrichtete Leute Dir gern Auskunft und 'auf Deine Fragen Antwort geben. So lange wir im Hause, im Hofe, im Garten, in Wald und Feld, auf dem Dorfe, in den Städten, bei den Handwerkern und Fabrikanten, bei den Thieren und Pflanzen unseres Vaterlandes verweilten, da war