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Schuß gegebenes Zeichen, stürzt die Menge gierig auf das mit Fett bestrichene Gerüste los und sucht durch Klettern etwas zu erhäschen. Einige rutschen, wenn sie oben ihre Beute fassen wollen, wieder herab, andere werden von den Nachkletternden bei den Beinen herab­gezogen, anderen das Errungene durch List wieder abgejagt, alles zum Behagen und dem in lauten Jubel ansprechenden Ergötzen der zahlreichen Zuschauer. Wer einmal herabge- kommen ist, darf das Gerüst nicht wieder erklimmen.

Sehr sonderbar ist die Zeitrechnung der Italiener. Sie zählen von 1 bis 24 Uhr, ohne daß ihre Zifferblätter an Thürmen oder Taschenuhren mehr als 12 Stunden zeigten. Auch fällt Mittag nicht, wie bei uns, aus die Zeit, wo die Sonne am höchsten steht, son­dern dies ist nach den Jahreszeiten verschieden.

Gleich nach Sonnenuntergang, wenn man das Ave Maria läutet, fangen sie an 1 zu zählen; sv ist es denn bald um 5 Uhr, bald um 8 Uhr des Abends 1 Uhr in Italien. Man fängt an vielen Orten jetzt an, nach unserer Zeit zu rechnen, welche man die französische Uhr nennt.

Die Geldmünzen sind in Italien sehr ver­schieden. Im Kirchenstaat rechnet man »ach römischen Thalern; ein solcher Thaler heißt ein Scudo und beträgt 1 Thaler 13 Silber­groschen. Ein Scudo hat 10 Paoli und der Paolo 10 Bajocchi (spr. Bajokki). Der Ba- jocco ist eine Kupfermünze; es giebt einfache, halbe und doppelte Bajocchi.

Das vierte Bild stellt uns musicirende Gebirgsbewohner vor einem Heiligenbilde dar; fünftes Bild Landleute in ihrer eigenthüm­lichen Tracht vor ihrer Wohnung.

Sechstes Bild.

Das Ststdjeffdjroein.

Dieses Thier hat auf dem Rücken Stacheln, die 9 bis 10 Zoll lang, schwarz und geringelt sind; auf Kopf und Nacken hat es einen Kamm von langen Borsten; sein Schwanz ist kurz und mit abgestutzten, leeren Kielen besetzt, die auf dünnen Stielen stehen und, sowie die Stacheln des Rückens, ein Getöse machen, wenn das Thier sie schüttelt. Es ist zwei Fnß und sein Schwanz vier Zoll lang, bewohnt Süd-Italien, Süd-Spanien, Sicilien, ganz Afrika, Palästina, Kleinasien, Persien, lebt in Gebüsch und Höhlen, ist scheu, langsam, nächtlich, frißt Pflanzen, Wurzeln und Früchte. Sein Fleisch ist eßbar; das Stachelschwein kann nicht gezähmt werden. Die Stacheln richtet es im Zorne, z. B. wenn

telt sie so stark, daß oft einzelne ausfallen, worauf dann neue nachwachsen. In den Gärten ain Kap thun die Stachelschweine viel Schaden; aber weil sie in der Regel immer durch dasselbe Loch eindringen, so sind sie leicht zu erlegen. Man stellt nämlich an dieser Stelle des Zaunes einen Selbstschuß auf und befestigt daran eine Möhre oder dergleichen, so daß das Thier erschossen wird, sobald es daran nagt. Man ißt dort sein Fleisch sehr gern. Die Wilden bedienen sich der Stacheln zu verschiedenen Putz- sachen, die zum Theil sehr schön sind. Sie färben sie mit allerlei Farben und spalten sie in viele Theile.

In Süd-Amerika giebt es Stachelschweine,

es von Hunden angebellt wird, auf, und schilt- welche klettern und einen Wickelschwanz haben.

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