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worden. Tunis liegt Sicilien gegenüber. Hier stand die berühmte Stadt Carthago, dicht am Meere.

Nach diesen drei großen Gliedern giebt es noch drei kleinere in Afrika zu betrachten: eins auf der Westküste links, eins rechts an der Ost­küste, und das dritte bilden die afrikanischen Inseln.

Das vierte Glied ist das Nigerland, vom Konggebirge durchzogen. Dazu gehört Sudan und Nigritien.

Das fünfte Glied bilden die Nilländer, Habesch, Nubien und Aeghpten. Habesch ist ein Alpenland; von ihm fließen großentheils die Quellen des Nils herab; Aegypten ist ein Tiefland.

Das sechste Glied liegt außerhalb des Erd­theils; es wird von den im Meer zerstreuten afrikanischen Inseln gebildet, gleichsam den losgerissenen Gliedmaßen des großen Körpers. Wir bemerken hiervon Madagaskar, St. Helena und die Canarischcn Inseln. Ersteres ist ein langer Gebirgsrücken, welcher über die Fluthen empor ragt und durch das Meer wahrscheinlich vom Festlande losgerissen wurde. Diese Insel

liegt östlich von Afrika. Gegenüber auf der Westseite liegt die kleine Felseninsel St. Helena, wo 1821 Napoleon I. starb. Weiter nördlich an derselben Seite, links von Marocco, liegt die Gruppe der Canarischen Inseln, zwölf an der Zahl; sie haben ein herrliches Klima und die reinste, heiterste Luft auf der ganzen Erde. Sie sollen der Rest eines untergesunkenen Erd­theils sein, welcher Atlantis hieß und von dem in alten Büchern mancherlei zu lesen steht. Auf einer dieser Inseln ist der Pik von Tene­riffa, oder der Höllenberg, von dem aus man eine sehr weite Aussicht hat. Durch die Cana- rischc Insel Ferro geht der erste Meridian oder Mittagskreis, den man sich um die Erdkugel gezogen denkt. Auch leben die Canarienvögel auf diesen Inseln in großen Schwärmen wild; aber sie sind hier grau und grünlich von Farbe. Ein Produkt der Canarischcn Inseln sind be­rühmte Weine, z. B. der Madeira.

Die größte Länge von Afrika beträgt 1000 Meilen, die größte Breite ebensoviel. Die Zahl der Bewohner wird auf 275 Millionen an­gegeben.