Zwei Nachbarn haßten ihn, zwei Nachbarn ruhten nie, AufS schimpflichste von ihm zu sprechen.

Warum? Er war beglückt, und glücklicher, alS sie.

Ist dieö nicht schon ein groß Verbrechen?

Die Freunde riethen ihm, sich für den Schimpf zu rächen. Nein! sprach er, laßt sie neidisch schmälzn,

Sie werden schon nach meinem Tode sehn.

Wie viel sie Recht gehabt, ein Glück mir nicht zu gönnen, Daö wenig Menschen nützen können.

Er stirbt. Man findt sein Testament,

Und liest: ich will, daß einst, nach meinem Sterben, Mein hinterlaßnes Gut die beiden Nachbarn erben.

Weil sie dieß Gut mir nicht gegönnt.

So mancher Freund verwünscht dieß Testament!

Wie? konnt ich ihn nicht auch beneiden?

Mir giebt er nichts und alles diesen Beiden?/- Die beiden Nachbarn sehn vergnügt'

Den Sinn des Testaments vollführen.