Ach! allerliebste Nachbarin!
Euch ahnts wohl nimmermehr, warum ich traurig bin? Die Kinder jammern mich, die eure Brüste saugen. Man traue keinen Adleraugen!
Könnt ihr auch schweigen? Gebt doch Acht,
Wie über uns der böse Vogel wacht!
Ich weist, er schärfet schon die Klauen Und raubet, wenn ihr euch auS eurem Lager macht, Die schönen Kinderchen! Doch alles im Vertrauen!
Nur sagt mir nicht hernach: diest hätt' ich nicht gedacht! Nun wünscht sie seufzend gute Nacht;
Geht nächtlich aus, kehrt nächtlich in ihr zurücke,
Die ich berlastnes Weib, wer weist we lange,
Wer weist, ob heute nicht zum letzten Mahl umfange! Nachdem sie das gesagt, schleicht sie zur Bache hin.
Und freut sich der gelungnen Tücke.
Der Adler hütet stets das Nest,
Damit der Bache Zahn nrcht seine Jungen spieste.

