Der Spatz und der Distelfink.
Äii einem Gibel, nah der Lücke,
Hteng ein durchbohrter Topf an einem Nagel fest.
Ein Spatz erforscht daS Loch mit frohem Blicke,
Und wählt die Höhle für fein Nest.
Einst, als er ,m bequemen Raume Den Kopf aus seinem Fenster streckt.
Sieht er den Distelfink, der auf dem nahen Baume Im offnen, schlichten Neste heckt.
He! Nachbar, deine Brüt must du wohl wenig lieben, Ruft unser Spatz dem Finken zu.
Welch' eine Stelle wählest du
Für ste? Wo ist dein Witz geblieben?
Der kleinste Wind, der durch die Blätter pfeift.
Der kleinste Regen, der das offne Nest bestreift. Macht ja die zarte Brüt erliegen.
Und dann der Kater noch, der auf dem Hofe läuft! Wie leicht ist nicht ein Baum erstiegen?

