Die den Betrug nicht ahnten, sah'n Den Fremdling alö ein Glied der kleinen Sippschaft an. Der Aelkern wärmendeö Gefieder Schützt seinen nackten Leib vor Frost;
Sie ätzen ihn mit gleicher Kost,
Und würzen seinen Schlaf durch leise Wiegenlieder.
Die kleine Drut wuchs auf, und unser Finkchen auch; Ein golbnes Federkleid deckt ihre zarte» Glieder;
Nur er war braun gefleckt am Rücken, Hals und Bauch. Je nun, so denket er, die Sonne wird mich bleichen. Und hält stch doch für ihres gleichen.
Die Brüder glaubtenS auch, und lobten selbst sein Kleid; Wir finden alles schön an denen, die wir lieben.
Des Fremdlings Glück erregte Neid:
Einst redete, von seinem Spleen getrieben,
Ein alter Fink ihn an: Kind, es ist hohe Zeit,
Von deinem falsche» Wahn dich zu belehren;
Die Götzen deiner Zärtlichkeit

