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rig nachgedacht haben, denn mit Einsicht gebraucht, können sie viel Vortheil bringen und trefflichen Nutzen stiften."

Um diese Spiele für die Jugend ganz brauch­bar und genußreich zu machen, schuf ich mir fol" gcnde Grundsätze zur Bearbeitung dieser Dramen:

1) Der Stoff sei einzig und allein aus der Kinderwelt. Dadurch gewinnt daS Spiel an Interesse. Ist die Kinderwelt etwa zu arm an Scenen, die nicht unsre ganze Aufmerksamkeit ver­dienen?

2) Der Styl muß durchguS kindlich sein. DaS war mein Hauptaugenmerk. Nichts ist wi­derlicher und unnatürlicher, als wenn der Mund deS KindeS hohe phantastische Sentenzen plau­dert, oder philosophische Anssprüche eines Man­nes von sich giebt, wobei man mit Gewißheit behaupten kann, daß sie nur mit Mühe gelernt worden sind, ohne den Sinn gefaßt zu haben. Claudius verlangt daher mit Recht, daß ein dra­matischer Schriftsteller für Kinder, sich ganz zu den kleinen Fähigkeiten herablassen soll, und in­dem er Kinder auftreten laßt, selbst Kind werden muß. Von selbst versteht sich daher auch