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und Fehler an Kindern vorkommen, müssen alle- mal mit der glücklichen Besserung des KindcS endigen. Körperliche Gebrechen nachzuahmen, fin- den die meisten deutschen Autoren für ganz un­statthaft, nur der Franzose hat geglaubt dadurch dem Witz und dem Mitleid einen besondern He­bel zu verleihen.

6) Der Gang eines KindcrschauspiclS darf durchaus nicht schleppend, sondern rasch in seinem Ergüsse und seiner Entwickelung sein, weil deS KindcS Treiben und Leben schnell und flüchtig ist. Verwicklungen rauben die kindliche Leichlig, feit und Natürlichkeit. Trauerspiele sind für die Kinderwelt daher wenig oder gar nicht geeignet. Ist eS ein nothwendiges Erfordcrniß, daß der Gang leicht und simpel ist, so folgt auch

7) daß die Stücke nicht zu lang sein dürfen. ES sollen Spiele bleiben und keine Ar­beiten werden, sie dürfen daher die Schul- und Privatarbeitcn nicht stören, und das Sprechorgan nicht gefährden.

8) Alle Decorationen K. müssen wegfallen, denn durch Herzuschaffung von Costüm und sonstigen Apparat entstehen GeldauSgaben, die