rnestnre. Ich mag es nicht leugne». Jedoch eme selige Lust ist es für mich, wenn ich auch nur etwas Geringes zur Linderung menschlicher Noth beitragen kann. O da fühle ich mich so glücklich, so froh, als hätte ich eine Heldenthat gethan.
Fritz. Daffelbe ist mit mir der Fall. (Zn'e Ob- idr sagend.) Sage den Aeltern nichts davon, ich habe der armen Familie zwei Groschen geschenkt.
Ernestine. Das waren wohl die zwei Groschen, die Dir der Vater gestern zur Belohnung Deines Fleißes gab?
Fritz. Ganz recht, mein Ernestinchen. Ernestine. Da wirst Du der armen Familie eine große Freude gemacht haben.
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Ernestine («schreckend). Ach Gott! Welch' Unglück! Fritz. Sein Vater schlich an zwei Krücken in der Stube herum. SchimmlicheS Brod war dieser Familie einzige Speise gewesen. — Der Thränen konnte ich mich nicht enthalten, als meine Augen diesen Jammer sahen.
Ernestine. DaS glaube ich Dir, guter Bruder. Du hast überhaupt ein sehr weiches Gemüth.
Fritz. Schwesterchen, in Hinsicht des weichen Gemüthes werden wir uns wohl Beide ganz gleichen.

