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Carl. Ach stehlen würde ich nimmer, wenn die Noth auch noch so groß wäre. Nein, stehlen hat mir Gott und mein Herr Schulmeister verböte», und Gottes Gebot bleibt mir heilig.
Ernestine. Das freut mich, daß Du so redlich bist! Bleibe immer so, und folge Deinem Herrn Schulmeister in allen Dingen.
Fritz. Also Du sagst es keinen Menschen, außer Deinen Aeltern, daß wir Dir wohlthun) — geschieht eS aber, daß Du plauderst, so fallen von Stund' an alle Wohlthaten hinweg.
Marie. Ja merke Dir's, denn das läßt Dir auch mein Vater sagen.
Carl. Diese Pflicht wird mir sehr schwer fallen) denn wenn das Herz voll ist, da geht der Mund über.
Fritz. So schwer die Verschwiegenheit Dir auch fallen mag, so beachte sie.
Carl (nimm, seinen Korb auf den Rücken). Nochmals meinen herzlichsten Dank! Gott möge es Ihnen tausendfach vergelten! (giebt »1-» die Hand und geht ab.)

