Bcwohper Asitnö. Jukagiren, Jakuten. >

Die Jukagiren.

Um den nördlichen Polarkreis herum, zwischen der Jndigirka und Kowyma, im Westen der Tschuktschen, von den Jakuten morgenwärts, wohnen die Jukagiren, deren Anzahl durch die Kinderpocken und durst, die unaufhörlichen Kriege mit ihren Stammgenoffen, den Korjaken und Tschuktschen, so zusammengeschmolzen ist, das; das ganze Volk kaum andert­halb tausend Kopse stark sein mag. Durch diese Verringerung, und weil sie dem europäischen Rußlande schon etwas näher wohnen, sind fle russischem Zepter Unterthan geworden, haben das Nomadenleben aufgegeben, und Lebensweise und Sitten der Kosaken angenommen.

Die Jukagiren sind, ihrem Aeußeren nach, den Korjaken ähnlich; dost, sollen ihre Frauenzimmer viel, die Männer etwas schöner sein. Sie woh­nen in Erdhütten, und bedienen sich zum Fahren der Hunde, Statt der Rennthiere. Das Fleisch der Elennthiere und Fische bilden ihre Haupt- Nahrungsmittel. Obwohl getauft, hängen sie ihrem alten Götzendienste, dem Schamanismus, noch sehr an, und dieß um so mehr, weil das rauhe Klima, unter welchem sie leben, Nahrungsmittel aus dem Thierrciche er­fordert, Pflaiizenspeisen nicht in hinreichender Menge bietet, und deßhalb die langen Fasten, welche die griechische Kirche vorschreibt, nicht nur äußerst beschwerlich, sondern fast unerträglich macht.

Die Jakuten.

Von den Jukagiren und der Jndigirka gegen Abend, morgenwärts von den Tungusen, zu beiden Seiten der mächtigen unteren Lena wohnen die Ja knten, keine Kostverächter, aber Menschen, welche so viel z» sich nehmen können, daß die stärksten Effer anderer Länder dagegen als Stüm­per erscheinen. Sie sind nicht, wie die ebengenannten Völker, mongolischer, sondern tatarischer Abkunft, was auch ihre Sprache bezeugt, indem sie beinahe eben so sprechen, wie die Tataren in Kasan. Obgleich von stäm­migem Wüchse, sind sie doch nur mittelgroß. Ihr Gesicht hat helle Kupfer­farbe, etwa so, wie die obern Wangen der Männer in Altbaiern häufig sind. Die Augen sind klein; das ganze Gesicht ist etwas platt und mager, und der Haarwuchs ist schwach. Das Haar tragen sie kurz, nur die Scha­manen haben es lang.