Bewohne» Asiens. Japaner. ül

Ladungsfähigkeit hat, und sie dürfen nur l5.ooo Piknls Kupfer ausführen. Der chinesische Hafen, aus welchem dieser Handel betrieben wird, ist Ninpv, nur 4 Tagereisen von Rangasaki entfernt. Diese Reise wird von den Chinesen jährlich zwei Mal gemacht, und sie bringen rohe und verar< bcitcte Seide, Gewürze, Weihrauch, Zucker, Zink, Elfenbein, Blei und Zinn, seinen Thee, Bücher und Wvllenzeuge nach Japan, wogegen sie Kupfer und lackirte Waaren ausführen. Der Binnenhandel wird von den Japanern auf das lebhafteste betrieben, beschäftigt eine große Menge Fahr­zeuge und wird durch die vortrefflichen Landstraßen ungemein befördert. Die Münzen sind aus Gold, Silber, Kupfer, Messing und Eisen. Bon den Goldmünzen gilt ein Kokin oder Kobang etwa 13 fl. Er ist zwei Zoll lang, einen Zoll breit und an den Enden abgerundet.

7. Religion.

Bor der Ausrottung des Kristenthums gab es in Japan viele verschie­dene Religionen und Religionssekten, jetzt soll es nach einigen 4, nach an­dern 7 herrschende Religionen geben. Man betet Sonne und Mond und auch einige Thiere an, auch erbaut man Halbgöttern, welche theils frühere Beherrscher des Reiches, theils große Männer und Wohlthäter des Landes waren, und Kamis genannt werden, Tempel. Der große Haufen hält die höchste Gottheit für zu groß, als daß sie sich um die Angelegenheiten der Menschen bekümmere, und verehrt daher, aus Furcht, böse Geister, welche dem Auge durch groteske Göüenbilder in den Tempeln dargestellt werden. Hauptreligivnen sind:

A. Die Anbetung der Himmelskörper, unter welchen die Sonne, als oberste Gottheit, den ersten Rang einnimmt. Die meisten Sterne sind ebenfalls Gottheiten, leben den Menschen ähnlich, haben Schwächen wie diese, können jede beliebige Gestalt annehmen und sind nicht sterblich. Da das Feuer eine von der Sonne ausgegangene Gottheit ist, so betet eine Sekte dasselbe an.

B. Die Sintoreligion, die alte Religion des Landes, nach welcher ein einziges, höchstes, unsichtbares Wesen, deren Thron über den Wolken ist, verehrt wird. Dieses erhabene Wesen steht zu hoch, als daß es unter Bildern in Tempeln verehrt werden könnte, darum stehen die Untergötter Kamis unter demselben. Diese werden in Tempeln geehrt und angebetet, weil von ihnen die Schicksale der Menschen abhängen. Auch Heilige, die sich im Leben durch Frömmigkeit ausgezeichnet haben, werden »ach dem Tode verehrt. Der Sintoreligion zufolge ist die Seele unsterblich, und