Bewohner Afrika's. Kaffern. 325
Seefahrer Europa's, welche diese Landstriche besuchten, lernten diesen Namen von den Arabern kennen.
Man gebraucht den Namen Kaffern seht in einem sehr ausgedehnten Sinne für einen großen Theil der Bewohner Südafrika's. Die Bewohner des Kaplandes verstehen aber gewöhnlich nur die drei benachbarten Stamme der Ureinwohner, dieAmakosa, Amatembu und Amaponda darunter.
Die Amaponda scheinen mit den Manbv's oder Manduki's ein und dasselbe Volk zu sein.
Obgleich diese Stämme unter mehren unabhängige» Häuptlinge» stehen, gehören sie doch einem Volke an, da sie eine Sprache, gleiche Sitten, dieselben Gewohnheiten und gleiche Regierungsversaffung habe».
Mit dem Stamme der Amakosa stehen die europäischen Kolonisten des Kaplandes am meisten in Verkehr, sowohl im Kriege als im Frieden.
Die Kaffern sind nicht schwarz, sondern dunkelbraun von Farbe, haben einen schönen, kräftigen und schlanken Körperbau, und keine Negergesichter, sondern Ähnlichkeit mit den Europäern und Westastaten. Ihr Haar ist jedoch wollig. In ihrem Benehmen sind sie frei und männlich, und von Temperament heiter.
Obgleich die Frauen der Kaffern ziemlich viel Mais, Hirse und Wassermelone» bauen, beschäftigt dieses Volk sich doch hauptsächlich mit der Viehzucht, und treibt Jagd und Ackerbau, Tauschhandel und Krieg nur als Nebensache. Den Reichthum und die vorzüglichste Nahrungsquelle bilden die Rinderheerden. Allgemein ist unter diesem Volke die Beschneidung, und es finden sich bei demselben Spuren von einem Glauben a» ein höheres Wesen, und an untergeordnete Geister, ohne daß sie einen regelmäßigen Götterdienst haben.
Thierfelle, welche sie weich und biegsam zu machen wissen, liefern dem männlichen und weiblichen Geschlechte die Kleidung.
Des Mannes Waffen bilden -er Wurfspieß (die Hassagaie), ein breiter Schild von Büffelhaut, und eine kurze Keule.
In den nicht sehr blutigen Kriegen, welche die Kaffern unter sich oder mit den Europäern führen, nehmen sie viel Rücksicht auf das weibliche Geschlecht, und behandeln die Frauen der Europäer, welche in ihre Hände fallen, sehr menschlich.
iHii wurde von der Regierung beschlossen, die Kaffern über den großen Fischfluß zu treiben, wozu man eine große Anzahl von Truppen und Bür germiliz sammelte, dieß zu bewerkstelligen. Die Kaffern hatten keine Lust,

