334 Bewohner Afrika's. Bewohner von Sudair.

Bewohner von Sudan.

Dewohner von Dornn und Haujsa.

Den Sudan, oder das innere Afrika, bewohnen Negerstämme, die weit nicht so unkultivirt und wild sind, als man sie sich in Europa, noch vor einigen Jahrzehnten, dachte. Am weitesten verbreitet, und am mächtigsten sind die Fellata oder Fallatah, welche vielleicht mit den Fulah's glei­chen Ursprung haben.

Die Gesichter der Bewohner von Born» sind wenigsagend und breit, die Nase ist platt, der Mund groß, die Stirne hoch. Sie haben schone weiße Zähne, sind von sanftem, furchtsamem Karakter, und betragen sich gesittet und höflich.

Sehr mäßig, und in ihren Sitten und Gewohnheiten regelmäßig, sind Bornu's Einwohner leicht zu regieren. Mord ist höchst selten bei ihnen, und der Diebstahl wird entweder durch den Verlust einer Hand bestraft, oder man gräbt den Verbrecher, bei lebendigem Leibe, bis an den Hals in die Erde, und gibt ihn so den Insekten Preis.

Die Nahrungsmittel sind sehr einfach; das Leibgericht des Sultans besteht in einer Pastete aus Hirse, die mit Fett angemacht ist.

Man genießt kein anderes Getränk, als Wasser, welches mit etwas Gerste vermischt wird, damit es den brackigen Geschmack verliert.

Außer Zwiebeln gibt es sehr wenige Küchengewächse. Zitronen und Feigen gedeihen, sind aber nicht häufig. Von Hausthieren hat man Hunde, Schweine, Schafe, Rinder, Büffel, Kameele, Pferde und Esel. Büffel und Esel gebraucht man zum Lasttragen.

Unter den wilden Thieren, welches dieselben, wie im übrigen Afrika sind, trifft man in der Nähe des Tschad Sce's viele Elefanten, und sieht zuweilen Heerden von 8 v bis 100 Stück.

Die Fallatah's sind alle sehr gut gekleidet, und tragen stets sehr lange Schwerter. Im westlichen Theile, gegen die Bai von Benin hin, sind die armen Einwohner ihren Bedrückungen und Plackereien häufig ausgesetzt.

Die Herrscher in diesem Theile Afrika's sind meist nur Herren über kleine Landstriche, bemühen sich aber stets, wie Lander berichtet, den Frem-