388 Bewohner Australiens. Bewohner der Frcundschafts-Jiiselii.

Bewegungen. Er zeigt nämlich entweder die Hand offen oder geschloffen, oder die Faust so, daß nur der obere Finger offen ist. Der Gegner muß in demselben Augenblicke die nämliche Bewegung machen, und verliert Eins, wenn er sie nicht trifft. Trifft er die gleiche Bewegung, so ist das Spiel an ihm. Macht der Spielende fünfmal hintereinander fort, ohne daß sein Gegner gleichzeitig dasselbe Zeichen macht, so muß der Verlierende eines von den kleinen Stückchen Holz, welche er in der linken Hand hält, auf die Erde legen. In diesem Falle kommt das Spiel an den Verlierenden, und der von den Spielenden, welcher zuerst seine fünf Marken niedergelegt hat, hat gewonnen.

Spielt man zu Vieren, so stellt man sich so, als wie bei uns vier mit einander Karten spielen, nämlich über's Kreuz, zwei und zwei gegenüber. Doch sind aber hier nicht die Gegenüberstehenden miteinander verbunden, sondern Gegner (oder mit andern Worten: nicht miteinander verbunden, wie beim Whistspiele). Wer zuerst seine fünf Marken gemacht hat, hilft seinem Mitspieler die seinigen zu machen, und das Spiel zu gewinnen.

Es ist unmöglich, sich einen Begriff von der Schnelligkeit ihrer Bewe­gungen und von der außerordentlichen Leidenschaft zu machen, mit welcher sie dieses Spiel treiben. Stundenlang können sie hinstehen, und sich damit beschäftigen, ohne nur einen Augenblick ermüdet oder gelangweilt zu sein.

Die Fa»a-Kala'i-Jagd.

Das Vergnügen der Fana-Kalal-Jagd kommt ebenfalls nur den Egui's ersten Ranges zu.

Der mit Pfeil und Bogen bewaffnete Jäger stellt sich in eine Art grüner Laube, die aber nicht so dicht sein darf, daß er sein Wildbrät nicht zu entdecken vermöchte. Auf dem Gipfel der Laube ist ein Männchen von' einer Wasserhuhn-Art, welche Kola', genannt wird, an einem Fuße be­festigt. Dieses, zur Jagd abgerichtete Thier macht großen Lärm, und schlägt' mit den Flügeln, als ob es seine Gefährten zum Kampfe auffordern wollte. In der Laube ist in einem kleinen Käfige ein Weibchen, welches ebenfalls ein eigenes Geschrei erhebt, als ob es dem Männchen antwortete. Darauf kommen die gleichartigen Vögcl herbei, und werden so leicht eine Beute des Jägers.

Das Abrichten dieser Vöqel ist zeitraubend und kostspielig, deßhalb dieses Vergnügen nur den Reichen erlaubt.

Die Rattenjagd, Fana Guma, ist nur den Tua's verboten. Diese Jagd wird immer in Gesellschaft getrieben. Vorher schickt man Leute mit