Bewohner Australiens. Bewohner der Frenndschafts-Jnseln. 8i>l
Die Götter des ersten Ranges können, soweit eS ihre Macht zuläßt, Gutes und Böses über die Menschen verhängen. Ihr Ursprung ist dem Menschen unerforschlich und ihre Dauer ist ewig.
Die Seelen der gestorbenen Egui'S und Matabulai's werden ebenfalls als Götter von niederem Range verehrt. Sie haben aber eine» weniger bedeutenden günstigen oder ungünstigen Einfluß.
Die Hotua-pu, oder die Götter der Finsterniß, sind böse Geister, welche nichts Gutes thun können, sondern die Urheber des Uebels sind, und den Menschen nicht nur zur Strafe, sondern, weil es ihnen Vergnügen macht, Böses zufügen.
Nach Cvok steht die Göttin Kala-Futonga am höchsten; das meiste Bestehende ist durch sie geschaffen. Sie wohnt im Himmel, gebietet den Elementen, und ihr Zorn ist Menschen und Thieren unheilbringend. Durch Gebete und Opfer kann man sie versöhnen. Wilson nennt diese Göttin Kala-Fila-To nga, Mariner erwähnt derselben nicht.
Tali-Ai-Tnbv, der Kriegsgott, ist der besondere Beschützer des Königs. Dieser Gott hat keine eigenen Priester.
Tui-Fua-Bolotu ist der Gott, welcher in allen Unglücksfällen ange- rufen wird.
tzignleo, ein mächtiger Gott, wird vorzüglich von der Familie des Tui-Tonga verehrt. Er hat weder Kapellen noch Priester, und seine Eigenschaften sind wenig bekannt. Cvok nennt ihn Guleho.
Tnbo-Total ist der Gott der Reisenden und der Schuhherr der Familie Fino. Man ruft ihn beim Einschiffen an, denn er wacht über das Wohl der Pirogen. Ihm sind Kapellen errichtet, und er hat Priester. Alai-Valn ist der Schutzgott der Familie 57».
Alo-Alo, der Gott der Elemente, hat viele Kapellen und mehre Priester.
Auf diese Hauptqvttheiten folgen die Geister der gestorbenen Egui's und Matabulai's, welche mit den höheren Göttern ähnliche Eigenschaften, nur in geringerem Grade, haben.
Sie besitzen die Macht, die Priester zu begeistern, und können ihren Verwandten und auch Anderen im Traume erscheinen. Kapellen haben sie nicht, doch werde» sie auf ihren Gräbern, welche sehr hoch gehalten werden, verehrt. Sie behalten die Namen, welche sie im Leben hatten.
Der Gott Mawi liegt der ganzen Länge »ach hingestreckt, und trägt die Erde auf seinem Rücken. Wenn er sich bewegt, um sich ein Bischen anders zu legen, so bebt die Erde. Wen» dieser Fall eintritt, so fangen

