Bewohner Australiens. Bewohner von Ncnhvlland. 4l9
bei einigen ist dieselbe tief schwarz, bei andern schwarzbraun, und bei noch andern gelbbraun, je nachdem sie dem Gleicher näher, oder ferner wohnen. Wenn man einige der nördlichen Bewohner von Rauch und Schmutz reinigt, sind sie so schwarz, als die Bewohner Afrika's. Auch kommen kupferfarbige vor. Wollige Haare sind höchst selten, doch ist das Haar immer von schwarzer Farbe, mit Ausnahme einiger wenigen, bei welchen es in'S Röthliche spielt. Sie haben ein scharfes Gesicht, weil sie dasselbe von Jugend auf üben. Ihre Haut reiben beide Geschlechter mit Fischthran ein, wovon natürliche Folge ist, daß sie keine Woylgerüche um sich verbreiten. Sie werden aber dadurch gegen die Stiche der Moskito's, von welchen es sehr große gibt, geschützt. Diese Art sich zu salben geschieht nicht immer auf die reinlichste Weise. Oft nehmen sie fette Fische, legen dieselben auf den Kopf, stellen sich in die Sonne bis das Fett abschmilzt, und lassen es so, durch die Haare und über das Gesicht, auf den Körper herabtriefen. Bom zweiten Jahre an werden die Kinder angewiesen sich einzuölen.
Der Putz dieser Wilden ist eigenthümlich, und sie haben auch verschiedene Zierrathen. Einige schmücken ihre Haare, mittelst Gummi's, mit Gräten, Knochen von Vögeln, Känguruzähnen, Zähnen von Haifischen, mit Federn, kleinen Stücken Holz, und Hnndsschwänzen, oder sie decken, Moos darüber. Im Süden von Botany-Bai werden die Haare so mit Gummi geflochten, daß sie die Gestalt kleiner Stricke erhalten. Oft beschmieren sie sich mit rothem Harze, oder mit Muschelkalk, und zwar mit jenem wenn sie in den Kampf, mit diesem wenn sie zum Tanz gehen. Manche treiben diese Kunst so weit, daß sie wirklich recht häßlich dadurch aussehen. Was kann man sich denn Häßlicheres denken, als einen schlecht gewachsenen, mit mißgestaltetem Gesicht begabten, schwarzen, mit Fett eingeschmierten Menschen, der um jedes Auge einen weißen weiten Kreis, wellenförmige weiße Striche um Arme, Schenkel und Füße hat?
Wenn sie sich ganz schwarz anstreichen, so daß diese Farbe von weißen Streifen unterbrochen wird, sehen sie gespensterartig aus.
Narben betrachten beide Geschlechter als die größten Zierden. Um solche zu bekommen, reißen sie sich das Fleisch der Wunden auf, halten diese so lange offen, bis sie dick anschwellen, und lassen sie erst dann zuwachsen. Je breiter und hervorragender die Narben sind, um so schöner und ehrenhafter sind sie. Schon in der Jugend bringt man diese Zierden bei den Kindern an.
Bei den Frauen bemerkt man, daß ihnen die beiden Gelenke am kleinen Finger der linken Hand fehlen. Man glaubt allgemein, daß das
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