ganz gutes Nachtlager anwies.

Der müde Schneider brauchte keines Einwiegens, son­dern schlief saust bis an den Morgen, würde auch noch nicht au das Aufstehen gedacht haben, wenn er nicht von einem lauten Lärm wäre aufgeschreckt worden. Ein hef­tiges Schreien und Brüllen drang durch die dünnen Wände des Hauses. Der Schneider, den ein unerwarteter Muth überkam, sprang auf, zog in der Hast seine Kleider an, und eilte hinaus. Da erblickte er nahe bei dem Häuschen einen großen schwarzen Stier und einen schönen Hirsch, die in dem heftigsten Kampfe begriffen waren. Sie gicn- gen mit so großer Wuth aufeinander los, daß von ihrem

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Lichte nach. Es leitete ihn zu einem kleinen Häuschen, das aus Rohr und Binsen geflochten war. Er klopfte mukhig an, die Thüre öffnete sich, und bei dem Scheine des herausfallenden Lichtes sah er ein altes eisgraues Männchen, das ein von buntfarbigen Lappen zusammen­gesetztes Kleid an hatte. 'Wer seid ihr, und was wollt ihr?' fragte es mit einer schnarrenden Stimme. 'Ich bin ein armer Schneider,' antwortete er, 'den die Nacht hier in der Wildnis überfallen hat, und bitte euch inständig mich bis Morgen in eurer Hütte aufzunehmen.' 'Geh deiner Wege,' erwiederte der Alte mit mürrischem Tone, 'mit Landstreichern will ich nichts zu schaffen haben; suche dir anderwärts ein Unterkommen.' Nach diesen Worten wollte er wieder in sein Haus schlüpfen, aber der Schnei­der hielt ihn am Rockzipfel fest, und bat so beweglich, daß der Alte, der so böse nicht war als er sich anstellte, endlich erweicht wurde, und ihn mit in seine Hütte nahm, wo er ihm zu essen gab, und dann in einem Winkel ein