großen Landstraße, da sprang ihm plötzlich ein unbekann­ter Mann entgegen, und rief 'halt! keinen Schritt wei­ter!' 'Was,' sprach der Riese, 'du Wicht, den ich zwi­schen den Fingern zerdrücken kann, du willst mir den Weg vertreten? Wer bist du, daß du so keck reden darfst?' 'Ich bin der Tod,' erwiderte der andere, 'mir wider­steht niemand, und auch du mußt meinen Befehlen gehor­chen.' Der Riese aber weigerte sich, und fieng an mit dem Tode zu ringen. Es war ein langer heftiger Kampf, zuletzt aber behielt der Riese die Oberhand, und schlug den Tod mit seiner Faust nieder, daß er neben einen Stein zusammensank. Der Riese gieng seiner Wege, und der Tod lag da besiegt, und war so kraftlos, daß er sich nicht wie­der erheben konnte. 'Was soll daraus werden,' sprach er, ' wenn ich da in der Ecke liegen bleibe? es stirbt niemand mehr auf Erde», und sie wird so mit Menschen angefüllt werden, daß sie nicht mehr Platz haben neben einander zu

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Die Boten des Todes.

3§or alten Zeiten wanderte einmal ein Riese auf der

stehen.' Indem kam ein junger Mensch des Wegs, frisch und gesund, sang ein Lied, und warf seine Augen hin und her. Als er den halbohnmächtigen erblickte, gieng er mitleidig heran, richtete ihn auf, flößte ihm aus seiner Fla-