Die Gänsehirtin am Brunnen.
^§s war einmal ein steinaltes Mütterchen, das lebte mit sener Herde Gänse in einer Einöde zwischen Bergen, und halte da ein kleines Hans. Die Einöde war von einem großen Wald umgeben, und jeden Morgen nahm die Alte ihre Krücke, und wackelte in den Wald. Da war aber das Mütterchen ganz geschäftig, mehr als man ihm bei seinen hohen Jahren zugetraut hatte, sammelte Gras für seine Gänse, brach sich das wilde Obst ab, so weit es mit den Händen reichen konnte, und trug alles auf seinem Rücken heim. Man hätte meinen sollen die schwere Last müßte sie zu Boden drücken, aber sie brachte sie immer glücklich nach Haus. Wenn ihr jemand begegnete, so grüßte sie ganz freundlich, 'guten Tag, lieber Landsmann, heute ist schönes Wetter. Ja, ihr wundert euch daß ich das Gras schleppe, aber jeder muß seine Last auf den Rücken nehmen.' Doch die Leute begegneten ihr nicht gerne, und nahmen lieber einen Umweg, und wenn ein Vater mit seinem Knaben an ihr vorübcrgieng, so
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sprach er leise zu ihm 'nimm dich in Acht vor der Alten, die hats Faustdick hinter den Ohren; es ist eine Hcre.'
Eines Morgens gieng ein hübscher junger Mann durch den Wald. Die Sonne schien hell, die Böge! sangen,

