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Die wahre Braut.

^s war einmal ein Mädchen, das war jung und sckön, aber seine Mutter war ihm früh gestorben, und die Stief­mutter that ihm alles gebrannte Herzeleid an. Wenn sie ihm eine Arbeit auftrug, sie mochte noch so schwer sein, so gieng es unverdrossen daran, und that was in seinen Kräften stand. Aber es konnte damit das Herz der bösen Frau nicht rühren, immer war sie unzufrieden, immer war es nicht genug. Je fleißiger es arbeitete, je mehr ward ihm aufgelegt, und sie hatte keinen andern Gedan­ken, als wie sie ihm eine immer größere Last aufbürden und das Leben recht sauer machen wollte.

Eines Tags sagte sie zu ihm da hast du zwölf Pfund Federn, die sollst du abschleißen, und wenn du nicht heute Abend damit fertig bist, so wartet eine Tracht Schläge auf dich. Meinst du, du könntest den ganzen Tag faul­lenzen?' Das arme Mädchen setzte sich zu der Arbeit nie­der, aber die Thränen flössen ihm dabei über die Wangen herab, denn es sah wohl daß es unmöglich war mit der Arbeit in einem Tage zu Ende zu kommen. Wenn es ein Häufchen Feder» vor sich liegen hatte, und es seufzte oder schlug in seiner Angst die Hände zusammen, so sto­ben sie auö einander, und es mußte sie wieder auflesen