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Die Hofräthin. Sein Bild stand mir immer vor Augen; wie er sich doch so schön formirt hat!

Der Hofrath. Gekleidet ist er freilich wie ein Modebild; unsere »larcksnck - tailleurs könnten ihn wie er leibt und lebt vor das Fenster stellen.

Die Hofräthin. Und welche tenue in den Kleidern.

Der Hofrath. Sahst Du, wie er die Glacehand­schuhe trägt? Da baumelt nicht einer auf der Hand, wäh­rend die Finger mit dem andern, der gar nicht angezogen wird, hin und herschlenkern! Nein, ihm sitzen die Hand­schuhe wie angegossen; als wär's nicht Leder, als wär's seine eigene Haut.

Die Hofräthin. Und mit welcher grac6 er das Glas zum Auge führt; es muß eine Wonne sein, so von ihm angeblickt zu werden. Du hast mich so nicht ange­blickt!

Der Hvfrath. Das schickte sich auch damals nicht. Wer hätte es wohl vor dreißig Jahren gewagt, ein ehr­bares Frauenzimmer durch das Glas zu begucken!

Die Hofräthin. Wabrhaftig, ich schämte mich, wenn Dich unser Sohn hörte!

Der Hofrath. Weßhalb?

Die Hofräthin. Frauenzimmer war ich denn ein Frauenzimmer?

Der Hofrath. Ja was warst du denn?

Die Hofräthin. Lerne von Deinem Sohne Lebens­art; frage ihn, ob er von seiner Mutter anders als von einer Dame sprechen wird

Der Hofrath. Ja so meinst Du das