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Frau von Strehlen. Sie haben allerdings nicht das beste Aussehen — wie könnte es aber wohl anders sein — der weite Marsch, die ewigen Gefechte — aber Hunger haben sie auch darnach! Sieh, wie sie aufräumen! Wenn gleich Feinde, die ich im Allgemeinen hasse, so dauert mich doch der Einzelne — mein Gott! welch' ein elendes Leben führt der Soldat, während die Armee sich mit ihren Siegen brüstet.
Luise. Ach Mutter, das Essen wollt' ich ihnen gern gönnen, sieh doch aber nur wie sie trinken.
Frau von Strehlen. Was thut's! Wir haben noch Vorrath im Keller. .
Luise. Ach, das schon! Aber die Folgen — sieh nur, wie ihre Augen leuchten.
Frau von Strehlen. So leuchteten sie schon, ehe sie getrunken hatten.
Erster Marodeur. Allons! schön' dames! Komm' sik er' — setz sik zu ons! AIIons! maken place, camerade!
Zweiter Marodeur. Vener, mesdaines! ä votre
Sante ! (Er trink».
Frau von Strehlen «eise zu ihrer Tochter). Siehst Du, wie artig sie sind, wie ich Dir vorhin sagte.
Luise (für sich). Mir schwant dabei nichts Gutes!
Frau von Strehlen (lau». Ich danke, meine Herren!
Erster Marodeur. Sein die schön' Dam' kans allein in die Schloß?
Luise (leise, zupft die Mutter verstohlen am Kleide). Sag' nein! Frau von Strehlen «eise). Was würde es fruchten? (Lau». Jetzt wohl, aber wir erwarten jeden Augenblick die Rückkehr unserer Leute.

