Fattf Lir-marm und die seinen.
Die glückliche Familie.
^icht bald konnte man wohl eine zufriedenere und darum glücklichere Familie, als die des Herrn Liebmann, finden. Er war Besitzer eines kleinen Hauses in der Vorstadt, das er mit seiner Frau und seinen beyden Kindern, Nudolph und Amalie, bewohnte, und durch ein bedeutendes Vermögen, das er sich in frübern Jahren durch angestrengte Thätigkeit und Fleiß im Handel erworben hatte, gegenwärtig in den Stand gesetzt, ganz den Seinigen zu leben, wonach natürlich die Erziehung seiner Kinder seine Hauptbeschäftigung war. Da beyde seinen Bemühungen durch Fleiß, Gebor- sam und Aufmerksamkeit entgegen kamen, so fühlte er -sich um so glücklicher, als die segensreichen Früchte seiner Lehren im Gemüthe und Geiste Amaliens und Ru- d o l p h s immer sichtbarer wurden, und er wie ihre gute Mutter mit Zuversicht hoffen durften, die glücklichen Anlagen der Kinder so zweckmäßig ausgebildet zu haben, daß ihnen eine heitere Zukunft auch in Hinsicht ihres Charakters und Wissens gesichert sey.
Des Vaters Unterricht.
Da Nudolph und Amalie noch sehr jung waren — erstrer zählte kaum zwölf, und seine Schwester nur neun Jahre — so durfte Herr L i e b m a n n freylich seine Aufmerksamkeit über beyde, trotz ihres Wohlverhaltens, nicht vermindern; er wußte auch, außer den ih-
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