fahrt überhaupt, bey Bauten (zum Aufziehen der Baume u. dgl.) und zu vielen andern verwendet werden; hier» auf die Stricke von allen Größen und Stärken, deren Verbrauch ihr im gemeinen Leben fast täglich bemerkt haben werdet: es sey nun als Strangwerk bey Zug- und Lastthicren, oder als Netze der Vogelsteller und Fischer, oder als Behelf zum Tragen und Ziehen von Lasten, oder als Schnünverk in den Schauspielhäusern; endlich der Bindfaden (Spagat), den ihr ebenfalls kennt, und ganz zuletzt der sogenannte Schusterdraht — die feinsten Fäden, womit die Schuhmacher ihre Arbeiten heften.
Rudolph. Das ist doch erstaunlich, zu wie viel man des Hanfes bedarf; er scheint mir eine der nützlichsten Pflanzen.
Vater. Er kömmt zunächst des Getreides und Wcinstockes, die uns zu unsrer Nahrung dienen — und nimmt denselben Rang ein, wie der Flachs, aus dem wir bekanntlich Leinwand bereiten; denn auch aus Hanf wird deren erzeugt; zwar sehr grobe, aber um so dauerhaftere, die daher vorzüglich auf Schiffen als Segeltuch verwendet wird.
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der Zubereitung des HanfeS zu Stricken u. dgl. genaue Einsicht genommen hatten, entspann sich beym Heimwege noch folgendes Gespräch unter ihnen:
Amalie. Ich hätte nie gedacht, daß es so viclcr- ley Gattungen Stricke gäbe, als wir eben gesehen haben! da waren ja welche so dünn wie Zwirn, und andre dicker als Vaters Arm!
Vater. Auch ist ihre Anwendung und Benennung verschieden. Die allerstärkstcn und dicksten nennt man Taue, welche nur auf großen Meerschiffen gebraucht werden; dann kommen die Sailc, die bey der Schiff

