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»O liebe Mutter, ich wüßte für Dich noch etwas Besse­res als meines guten Onkels Vorschlag: bitte den Va­ter, Carl wieder in Dienste zu nehmen. Wie er sagt, sind seine Aeltern arm, also würde seine Rückkehr ihre Last nur vermehren, da er zu schwach ist, um arbeiten zu können, dagegen er bey uns seiner Gesundheit pfle­gen darf.«

»Aber,« warf die Baroninn ein, »wie können wir ihm Vertrauen schenken, da er noch fortdauernd seine Lüge so dreist behauptet?« Kaum hatte Carl noch zur Erwiederung, seine Betheuerung, daß er immer die Wahrheit sagte, schluchzend vorgebracht, als Heinrich endlich, wenn auch spät, zur Verbesserung seines Feh­lers schritt, und mit gesenktem Blicke, Carl die Hand drückend, ausrief: »Liebe Mutter, ich gestehe es, ich war es, der den Ball gefunden, damit gespielt und die Vase zerbrochen hatte. Ich habe damals gelogen, aber jetzt kann ich unmöglich länger den armen Carl in Elend seben und mich als Ursache davon anklagen müs­sen. O liebe Mutter, verzeihe mir, und entziehe mir Deine Liebe und Dein Vertrauen nicht!« Als er auf die liebreiche Entgegnung der Mutter sein Auge zu ihr erhob, da fühlte er, wie uns das Gewissen immer am Besten rathe und wir nichts Klügeres thun können, als ihm zu folgen. Seine Verwandten bezeigten ihm ihre Zufriedenheit mit seinem Geständnisse und sein Schul, preis verursachte ihm nicht halb so viel Vergnügen, als er jetzt empfand, da er der drückenden Last sich entledigt hatte. Gerne verhieß ihm die Mutter ihr Vorwort beym Vater, der seinerseits ebenfalls es mit einem lieb­reichen Verweise bewenden ließ, und ihm darauf auf­merksam machte, wie klein die härteste Strafe, die ihm