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aber soll man auf den Ratb von Aeltern und klügern Leuten hören und sich darnach benehmen.

Herr und Frau von Willner, die Aeltern jener Bruder, bewohnten ein schönes Haus einer Provinzial- Hauptstadt. Es war ein großer Garten dabey, in den Ernst und Philipp in ihren Freystunden spielen und sich unterhalten durften. Da sie öfters dem Gärtner zu­sahen, wie er Blumen pflanzte und Früchte pflückte, so glaubten sie ein großes Vergnügen zu genießen, wenn sie selbst jeder ein Gärtchen darin besaßen.

Ihr gütiger Vater bezeichnete auch jedem der Brü- dcr ein kleines Beet, worauf er ihnen nach Willkür zu pflanzen, sowie dem Gärtner erlaubte, ihnen Sämereycn oder Strauchwerk, nach ihrem Wunsche, zu geben, ver­both ihm aber, ihnen durchaus bey der Pflege thätig zu helfen. Doch gab er ihnen natürlich die gehörige Anwei­sung zu diesem Zwecke, machte sie aufmerksam, wie das Unkraut den Wachsthum der Pflanzen hindre und ausge­jätet werden müsse; daß man das Gießen bey trockener Witterung nicht sparen dürfe, und empfahl ihnen vor Allem, es nie an Arbeit und Sorgfalt fehlen zu lassen, da sie allein durch diese hoffen durften, ihr Gärtchen Blumen oder Früchte tragen zu sehen.

Philipp war von diesen beyden Gewächsen ein gewaltiger Freund; er beschäftigte sich demnach während einigen Tagen nur damit, Blumensamen zu streuen, Stauden und kleine Bäumchen zu pflanzen, und wartete getrost, daraus wachsen zu sehen, was er wünschte; daß er dabey vergessen hatte, wie Blumen und Obst ohne Pflege nicht wachsen, und ohne tägliches Ausrotten das Unkraut so überhand nehmen werde, daß dadurch das Fortkommen der guten Pflanzen verhindert sey, sie ersticke, und ihnen die Nahrungssäfte entziehe daß er an dieß