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dcr ihr aufgetragenen Pflicht, auf die Kleine ein acht­sames Auge zu haben, zu genügen, hielt es für hinrei­chend, Lieschen aufzutragen, sich ja nicht zu weit zu entfernen, und setzte sich unter einen Baum, wo sie bald einschlief, von der Vormittags-Arbeit ermüdet, und nicht eher als fast nach 2 Stunden erwachte. Erschrocken blickte sie umher, als sie die Kleine nicht erblickte, laut rief sie ihren Nahmen nach allen Gegenden, aber keine Ant­wort erschallte und sie lief daher wehklagend heim, das Unglück zu erzählen und dann gleich wieder weg zu eilen, um Lieschen zu suchen, ohne seitdem wiederzukommen. Mutter Anna war wie außer sich und beauftragte Franz, im Dorfe nachzufragen, doch wie oben erzählt, erfuhr er dort nichts von seinem Schwesterchen.

Man sucht Lieschen noch in -er Stacht.

Der Vater war schnell entschlossen und befahl gleich allen Iägerknechten, noch in der Nacht mit Laternen ver­sehen, im Walde nachzuforschen. Zwar brauchte man sich in demselben vor Räubern oder wilden Thieren nicht zu fürchten, doch gab es manche gefährliche Klippe und je­denfalls konnte die Nacht im Freyen der Gesundheit der Kleinen nachtheilig werden. Paul selber verfolgte die Landstraße längst des Waldes, und Franz bestand dar­auf, ebenfalls Antheil an dem Zuge zu nehmen, wozu er sich mit einem Waidmesser seines Vaters auszurüsten für nothwendig hielt. Er war den Iägerknechten gefolgt, die sich auf den vielen Fußwegen, die den Wald durchkreuz­ten, vertheilt hatten, und wählte daher auch einen der­selben, mit einer kleinen Handlaterne seinen Pfad beleuch­tend. Wir wollen vorläufig nur ihn auf seiner Wan­derung begleiten.

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