6a

mich an dir vergreifen, wenn ich nicht deiner Aeltern ge­dächte,« als plötzlich Herr Summers, der den lauten Streit gehört hatte, eintrat, und um die Ursache dieses unanständigen Lärmens fragte. Eduard und Ste­pban brachten gleich ihre Beschuldigungen vor, gegen * die sich Robert umsonst zu vertheidigen strebte, und Herr Summers verschob die von Letzter,! begehrte Untersuchung auf den folgenden Tag, um inzwischen die verschiednen Beweise, welche die Vettern zu geben versprachen, zu prüfen.

Dieser entscheidende Tag kam, von Robert mit ruhigem Gewissen zwar, doch nicht ohne Furcht erwar­tet, da er die Bosheit seiner Feinde kannte. Als er sich in den Schulsaal begab, fand er bereits alle Zöglinge versammelt, und neben Herrn Summers die zwey kleinen Bruder eines jungen Dieners des Hauses, der seit einiger Zeit unsichtbar geworden war, und im Ver­dachte stand, mehrere Kleinigkeiten entwendet zu haben.

Diese Knaben behaupteten, ihr Bruder Thomas habe ihnen gesagt, er hätte einem Zögling das Gespenst ma­chen helfen, der ihn dann doch nur mit einer Denkmünze belohnt habe, deren Werth er im nächsten Wirthshause verzehrte. Robert betheuerte seine Unschuld, als aber Herr Summers den Gastwirth Smith kommen ließ, der sich erinnerte, eine Denkmünze von Tho mas ein­gewechselt zu haben, welche er mitbrachte, und die von dem armen Knaben unter Thränen der schmerzlichsten Erinnerung, als die seinige anerkannt wurde, so schien kein Zweifel mehr an seiner Schuld obzuwalten, und Herr Summers sprach, unter strengen Verweisen, die Strafe der Ausschließung aus der Schule gegen Ro­bert aus. Da rief dieser: »Halten Sie ein, Herr Vor­steher, und glauben Sie nicht, daß meine Thränen von

5