HUadamc Hallcr saß mit ihren drey Zöglingen, Lottchen, Helene n»d Fanny, eben noch bey Tische, als die Magd einen so eben gebrachten verdeckten Korb auf die Tafel stellte, welchen Herr v. Wald au geschickt habe. Da Madame Hallcr diesen Herrn nur vom Nabmcn aus kannte, glaubte sie Anfangs, es sey ein Irrthum, doch bemerkte sie bald einen Zettel am Henkel des Korbes befestigt, worauf geschrieben stand »-für das bey Madame Hallcr wohnende Fräulein, welches die Güte hatte, sich als Beschützerinn meiner Obstbänmc zu erklären, und die ich um Erlaubniß bitte, ihr alle Wo-> ck>en einen gleichen Beweis meiner Dankbarkeit zu geben.«
Helena und Fanny sahen erst sich und dann Lottchen bedeutend an, während Madame Hallcr in allen drey Gesichtern die Aufklärung dieser Sendung zu lesen suchte. Als aber die Magd mit einer Schüssel kam, um den Korb zu entleeren, da der Diener, welcher ihn gebracht, nicht länger warten könne, sagte Madame Halter, von der Schönheit des gesandten Obstes, welches von den edelsten Sorten ausgewählt war, in Staunen gesetzt: »Ich weiß kaum, ob ich dieß Geschenk behalten darf, da ich jenes Fräulein nicht kenne, von dem Herrn v. Waldau's Zettel spricht. Oder wissen Sie etwas davon?« »Lottchen gehört das Obst« riefen Helene und Fanny einstimmig, und erstere fuhr fort, um das Nähere befragt: »Ich glaube, Herr v. Wal bau war jener Reiter, der unweit von uns hielt, als wir gestern vor seinem Garten saßen und strit-
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Giaerrsinn und Wliderfjiruchsseist.

