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nen von, Finger zog, rief sie spottend: „Ich werfe diesen Ring, der ein halbes Fürstenthum werth ist, in die Wellen der Ache, die da unten so lustig dahin tanzen, und >o gewiß ich ihn nimmer wieder sehe, so gewiß wird der lächerliche Fluch jenes wahnwitzigen Weibes nicht in Erfüllung gehen!" Sie schleuderte das Kleinod hinunter in das tiefe Strombett des Flusses und ritt dann gleichmü- thig von dannen. Die Leiche der armen Bettlerin blieb am Boden, bis die heimkehrenden Bergleute sie fanden und mitleidig in ihre arme Hütte trugen. Drei Tage nach jener schrecklichen Begebenheit zerlegte die Weitmooserin eine überaus große Forelle, und der Ring, den sie bei jener Veranlassung in'ö Wasser geworfen hatte, fiel glänzend und unversehrt auf ihren Teller. Da erinnerte sie sich der frevelhaften Worte, die sie gesprochen hatte, und der gräßliche Fluch des armen Weibes verfolgte sie von Stund an wie ein häßliches Gespenst. Sie hatte keine Freude mehr an dem Reichthum und Glanz, der sie umgab, nicht an der schwelgerischen Tafel und den prächtigen Festen; überall stand die Gestalt des vor Hunger sterbenden Weibes ihr zur Seite und flüsterte ihr zu: „Dein stolzes Geschlecht wird in Noth und Elend untergehen, wie ich und mein unglückliches Kind." —
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