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Surlin in einen tiefen hölzernen Betstuhl zu verstecken, der seit langer Zeit unbenutzt hinter dem Altar stand. Dort mußte er während des ganzen Tages bleiben und den Gottesdienst der Mönche mit anhören; heimlich steckte ihm der Klosterbruder am Mittag einige Speisen zu und vertröstete ihn, daß er in der Nacht kommen und ihn wieder in seine Zelle führen werde. Das geschah denn auch, aber der blinde Maler hatte sich den Weg wohl gemerkt, auf dem er in die Kirche geführt worden war, und da man mit der Zeit nachgelassen hatte, seine Zelle sorgsam zu verschließen, weil ja doch der arme Blinde ohne Hülfe den kleinen Raum nicht verlassen könne — wie die Mönche glaubten, — schlich er sich jeden Abend in die Kirche, betete vor dem Altar und brachte dann einen großen Theil des Tages in dem hölzernen Betstuhl zu, wo er still und geheimnißvoll schaffte.
Er hatte nemlich auf seinem Lager das Messer gefunden, womit die bösen Mönche ihm die Augen geblendet hatten, und im ersten Schmerz wollte der Unglückliche es durch seine Brust stoßen, um seinem elenden und freudlosen Leben ein Ende zu machen. Aber eine unsichtbare Hand schien seinen Arm zu halten, damit er sein Unglück nicht durch die größte Sünde noch verdiene; hatte ihm wohl

