kam, er sehe zwischen den Breitem und Balken eines hohen Gerüstes eine Gestalt sich bewegen.
Sollte Pedro wieder auf irgend einen bösen Streich ausgehen? dachte der Jüngling — da muß ich doch eilig nachsehen. Rasch warf er seinen Mantel um, schlich sich aus dem Hause, und da er mit jedem Winkelchen des weit- läuftigen Baues bekannt war, gelangte er bald an eine Stelle, wo er den Thurm ziemlich übersehm konnte. Richtig! Auf dem höchsten Gerüst stand der Altgesell; Angelo erkannte ihn sogleich an der kurzen, stämmigen Gestalt. „Was mag der noch so spät da oben zu schaffen haben?" fragte er sich; „aus Liebe und Eifer für den Bau ist er gewiß nicht zurMilternachtöstunde heraufgestiegen." Vorsichtig näherte sich Angelo dem Gerüst, auf dem er kurz zuvor den Pedro noch ganz deutlich gesehen hatte; aber er mußte sich so eben wieder entfernt haben, denn das Gerüst war leer. Als Angelo aber seinen Fuß darauf setzte, stürzte dasselbe mit furchtbarem Krach zusammen und riß den Jüngling mit in die Tiefe hinab. Im Fallen noch sah Angelo die Gestalt des bösen Altgesellen hohnlachend auf einem Balken stehen, aber noch einmal so groß, als Pedro im Leben war, auch hatte er ein brennendrothes Schurzfell wie einen Mantel um die Schultern geschla-
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