glitt über den Rücken des Pferdes herab und würde nicht den geringsten Schaden genommen haben, da der Rasen des WaldeS weich war-, aber er streifte mit der Stirn die harte Rinde eines nahestehenden Lärchenbaumes und riß sich eine leichte Fleischwunde. Indeß war der athemlose Reitknecht herbeigekommen, der dem, vom starken Blutver- luft schon halb ohnmächtigen Oberförster das schweißbcdeckle Thier vollends bändigen half.

Die Schmerzen, welche Theobalds leichte Verletzung ihm bereitete, waren allerdings zu gering, um den eigenwilli« gen Knaben für diesen Vorfall zu bestrafen, der leicht einem so braven Manne, wie der Oberförster Walter war, daS Leben hätte kosten können. Aber es fiel ihm jetzt mit quälender Angst auf's Herz, daß seiner Mutter die Sache wohl nicht verborgen bleiben würde, und er malte sich den Schreck und die Sorge derselben mit den lebhaftesten Farben aus. Bei allen seinen Untugenden und Fehlern liebte Theobald die sanfte Mutter unbeschreiblich und er beredete eS um ihret­willen auf daS Bitterste, durch seinen Eigenwillen so schlimme Folgen veranlaßt zu haben. Er bat den Reitknecht auf daS Demüthigste, doch ja diesen Vorfall geheim zu halten, er gab ihm den Rest seines Taschengeldes und versprach, ihm nie wieder solche Angst zu bereiten. Der Diener

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